Als einziger exklusiver intersektionaler Arbeits- und Community Space dieser Art in Deutschland – und europaweit – verstehen wir uns als Best-Practice-Beispiel für eine neue Arbeitskultur: inklusiv, solidarisch, machtkritisch und zukunftsorientiert.
BIWOC* Rising ist dabei aus einem sehr konkreten Bedürfnis entstanden: dem Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz. Nach über 20 Jahren Berufserfahrung in Deutschland fehlte mir eine zentrale Erfahrung – nämlich in einem Umfeld zu arbeiten, in dem ich mich wirklich gesehen, respektiert und geschützt fühle. Also entschied ich mich, genau einen solchen Raum selbst zu schaffen. Zunächst für mich. Und dann für meine Peer-Community.
Ein Labor für intersektionale Gerechtigkeit am Arbeitsplatz
Was als persönliches Bedürfnis begann, entwickelte sich schnell zu einer größeren Vision: einem Ort, an dem wir gemeinsam erforschen können, wie gerechte, inklusive und diskriminierungssensible Arbeitskulturen in der Praxis aussehen. Ein echtes Labor für intersektionale Gerechtigkeit am Arbeitsplatz.
Denn leider werden bestehende Machtstrukturen auch in neuen Arbeitskulturen immer wieder reproduziert: patriarchal, kapitalistisch, rassistisch. Das zeigte sich auch in der vermeintlich progressiven Coworking-Szene: 2019 gab es in Berlin über 150 Coworking Spaces – die meisten gegründet von Männern und für Männer konzipiert. Zwar existierten einzelne Räume mit feministischen oder antirassistischen Ansätzen, doch es gab keinen Ort, der die Lebensrealitäten von Frauen, trans, inter und nicht-binären Menschen of Color konsequent in den Mittelpunkt stellte.
Mir wurde klar: Eine wirklich inklusive Arbeitskultur existiert noch nicht. Sie muss aktiv aufgebaut werden.
Intersektionalität – ein starkes Fundament
Intersektionale Gerechtigkeit ist unser Fundament. Wir adressieren unterschiedliche Lebensrealitäten: mal stehen Alleinerziehende im Fokus, mal neu zugewanderte BIWoC, mal angehende Gründer*innen oder Solo-Selbstständige. Dabein haben wir immer die unterschiedlichen sozialen Schnittstellen im Blick. Unsere Angebote sind bedarfsorientiert, community-nah und intersektional gedacht.
BIWOC* Rising wurde deshalb bewusst als gemeinnütziges Social Enterprise gegründet. Unser Fokus liegt auf wirtschaftlicher Teilhabe, beruflicher Selbstverwirklichung und Financial Empowerment für Frauen, trans, inter und nicht-binäre Menschen of Color.
Wir verstehen Arbeit nicht losgelöst von Klassismus, Rassismus, Sexismus und wirtschaftlicher Ausgrenzung.
Von Anfang an war klar: Es geht um mehr als einen physischen Raum.
Es geht um grundlegende Fragen wie:
- Warum finden marginalisierte Menschen so schwer Zugang zu beruflichen Netzwerken?
- Warum werden ihre Qualifikationen systematisch abgewertet?
- Warum sind so viele Migrant*innen von Altersarmut betroffen?
- Welche Rolle spielen unbezahlte Care-Arbeit, fehlende Anerkennung von Abschlüssen und strukturelle Diskriminierung?
Wir tragen die Themen Safer Work Spaces und Antidiskriminierung bewusst über unsere Community hinaus. Mit Anti-Bias- und Transformationsprogrammen unterstützen wir Start-ups, Social Enterprises und KMU dabei, gerechte, diverse und nachhaltige Arbeitsstrukturen aufzubauen. Denn echte Nachhaltigkeit funktioniert nicht ohne soziale Gerechtigkeit.
EquiNet: Räume für Begegnung und Veränderung
Mit unserem neuen Projekt EquiNet verbinden wir all diese Säulen: Wir stärken BIPoC Entrepreneurs und arbeiten parallel mit Unternehmen der Dominanzgesellschaft an struktureller Veränderung. Wir schaffen Räume, in denen diese unterschiedlichen Akteur*innen sich begegnen, voneinander lernen und gemeinsam neue Wege gehen können. So entsteht Schritt für Schritt ein diverses, inklusives und solidarisches Ökosystem – getragen von Community, Zusammenarbeit und der tiefen Überzeugung, dass eine gerechte Wirtschaft möglich ist.